| 16.01.1870 |
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geboren in Petershagen bei Minden Vater: Julius Normann Rektor der Volksschule und Selekta in Petershagen 30 Jahre alt
Mutter: Luise Normann, geborene Siveke 32 Jahre alt |
| 06.03.1870 |
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Taufe in der evangelisch-lutherischen Pfarrkirche Petershagen auf die Namen: "Carl Peter Wilhelm Theodor" |
| 08.05.1872 |
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Geburt der Schwester Klara |
| 1872-1879 |
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in Herford (Julius Normann war als Kaufmann im Geschäft seines Schwagers Gustav Siveke in der Bäckerstraße) |
| 31.03.1877 |
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Besuch der Vorschule und ab Ostern 1879 der Sexta des Friedrichs-Gymnasiums in Herford |
| 1877 |
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Trommler in der von seinem Vater Julius Normann 1876 gegründeten Kapelle der freiwilligen Feuerwehr Herford. |
| 1880 |
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Der Vater Julius Normann erhält eine Lehrerstelle an der städtischen Mittelschule in Kreuznach, Besuch des königlichen
Gymnasiums in Kreuznach |
| 27.03.1888 |
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Abgang mit Erwerb der Primareife |
| 07.04.1888 |
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Eintritt in die "Herforder Maschinenfett und Ölfabrik Leprince & Siveke" in Herford.
(Firmengründer Wilhelm Siveke ist ein Bruder seiner Mutter Luise Siveke) |
| 27.09.1888-April 1890 |
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Leiter der Filiale der Herforder Firma im Hamburger Freihafen |
| 1889? |
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Aus einem Brief an seinen Vater: "so geht es hier nicht weiter, wenn was ordentliches aus mir werden soll, muß ich Chemie
studieren, denn ein "Ober-Schachtsiek" wollte er nicht werden und zu etwas anderem brächte er es dort nicht". |
| April 1890-Herbst 1891 |
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Studium der Chemie am Laboratorium Prof. Fresenius in Wiesbaden. |
| 5.12.1891-01.04.1892 |
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Volontär in der Braunkohleindustrie in Zeitz |
| April 1892-Sommer 1892 |
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Fortsetzung des Studiums in der Abteilung Ölprüfung der "Königlichen Mechanisch-technischen Versuchsanstalt in
Berlin-Charlottenburg (unter Prof. D. Holde) und Weiterarbeit in der Herforder Firma |
| 1890-1910 |
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Mitglied der Herforder Schützengesellschaft, Mitglied und Geschäftsführer der Gesellschaft "Krokodil" im Weinklub in Herford,
Geschäftsführer im Musikverein Herford |
| April 1895-1900 |
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Studium der Chemie (bei Prof. CIaus und Prof. Willgerod) und Geologie (bei Prof. Steinmann) an der Albert-Ludwigs-Universität
in Freiburg im Breisgau. |
| 06.03.1900 |
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Promotion zum Doktor der Philosophie an der Universität Freiburg mit einer Arbeit über: "Beiträge zur Kenntnis der
Reaktion zwischen unterchlorigsauren Salzen und primären aromatischen Aminen" |
| 1900 |
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Aus einem Aufsatz über Normann von Schierholz: "Seit diesem Jahre beschäftigte sich der Webereibesitzer Rudolf Linkmeyer
in Herford mit Verbesserungen der Kunstseide. Dr. Normann stand beratend zur Seite". |
| 1901 |
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Ernennung zum Korrespondenten der geologischen Landesanstalt. |
| 1900-1909 |
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Leitung des Laboratoriums und Fortführung der Untersuchungen über Fette und Öle bei der Firma "Leprince & Siveke"
in Herford. Wohnung: Herford, Schillerstraße 12 |
| 1901 |
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las er in der Chemiker-Zeitung von den Versuchen des Franzosen Sabatier, katalytisch Wasserstoff an leichtflüssige Teeröle
anzulagern. Sabatier hatte behauptet, daß sein Verfahren nur bei verdampfbaren organischen Verbindungen anwendbar sei. (Text)
Diese Bemerkung veranlasste ihn, selbst Versuche anzustellen. Er widerlegte die Ansicht von Sabatier, als es ihm gelang,
flüssige Ölsäure durch katalytische Hydrierung mit feinverteiltem Nickel in feste Stearinsäure zu überführen |
| 27.02.1901 |
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Erfindung der Fetthärtung |
| 28.02.1901 |
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aus einem Brief an seinen Freund Wilhelm Meigen: "Die beschriebene Eigenschaft des Ni, H-übertragend zu wirken, ist aber
richtig. Ich habe bei 160 °C aus chemisch reiner Ölsäure quantitativ und ohne Verharzung Stearinsäure gemacht! Ich bitte Dich
aber, hierüber mit niemand zu sprechen und die ganze Sache für Dich zu behalten, denn ich habe starke Hoffnung und versuche
dieses Verfahren für die technische Benutzung auszuarbeiten." |
| 30.07.1902 |
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Aus einem Brief an seine Eltern: "Ich habe nämlich augenblicklich eine Arbeit vor, oder bin vielmehr mit den Vorarbeiten schon
fertig, daß vielleicht ein brauchbares Patent dabei herauskommt, ich fürchte aber aus verschiedenen Gründen, daß mir irgend jemand
zuvor kommen könnte, wenn ich die Sache nicht beeile". |
| 14.08.1902 |
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Erteilung des Deutschen Reichspatentes Nr. 141 029 an die Firma "Leprince & Siveke": "Verfahren zur Umwandlung ungesättigter
Fettsäuren oder deren Glyceride in gesättigte Verbindungen" |
| 1902-1905 |
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Versuche zur praktischen Durchführung der Erfindung und eigenes Ersinnen der dazu benötigten Apparatur in der Herforder Firma. |
| 21.01.1903 |
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Erteilung des britischen Patentes Nr. 1515 : "Process for Converting Unsaturated Fatty Acids or their Glycerides into
Saturated Compounds" an Dr.Wilhelm Normann. |
| 23.02.1903 |
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Aus einem Brief an Meigen: "Im Geschäft habe ich ...hauptsächlich an einer Verbesserung unserer Ölraffination zu thun. ... In
der Raffinationssache habe ich die "Freude" erlebt, daß die Reaktion im Reagenzglase sehr schön ging und im Großen gar nicht.
Jetzt kann ich wieder von vorn anfangen und herausknobeln, woran das liegt". |
| 1905-1910 |
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Auf- und Ausbau einer Anlage zur Fetthärtung in der Firma in Herford, gleichzeitig Einführung der Erfindung und Ausbau zu einer
Großanlage bei der Firma "Joseph Crosfield & Sons Ltd." in Warrington, England. |
| 1905-1906 |
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Erfahrungsaustausch und gegenseitige Besuche mit der Firma in Warrington (Chemiker E.C.Kayser). |
| 31.04.1906 |
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Aus einem Brief an Meigen: "Nachdem ich hier geologisch die Nachbarschaft so weit abgeklappert habe, daß ich nur gelegentlich
die alten Fundorte wieder aufzusuchen brauche, bin ich mit Rosenberg zusammen eifriger Botaniker geworden". Seine umfangreiche
geologische Stein- und Fossilien-Sammlung, insbesondere auch mit zahlreichen Funden vom Doberg bei Bünde, vermacht er später dem
Herforder Heimatmuseum. |
| 01.07.1907 |
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Eineinhalb Monate in Warrington. |
| 25.05.1909 |
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Verhandlungen der Firma in Warrington mit Wilhelm Siveke, dem Inhaber der Firma Leprince & Siveke, über eine Lizenz für das
Fetthärtungsverfahren. |
| 15.08.1909 |
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Zerwürfnis mit seinem Onkel Wilhelm Siveke (Inhaber der Firma Leprince & Siveke in Herford) und Ausscheiden aus der Firma.
Aus einem späteren Schreiben von Klara Normann: "Durch den Bruch mit der alten Firma wurde Wilhelm frei und konnte die Erfindung
in den Ländern, welche unter keinem Patent standen, verkaufen". |
| 1909 |
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in Warrington. |
| 11.03.1910-30.09.1910 |
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In Warrington zur Unterstützung der Firma Crosfields. |
| 02.12.1910 |
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Vertrag mit den Niederländern in Warrington: "Die Herren Jürgens von den Jürgenswerken in Holland waren auch da und schlossen
mit Wilhelm einen Vertrag, wonach er auch für dieses Werk eine Fetthärtung anlegen soll". |
| 01.01.1911-31.01.1922 |
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Wissenschaftlicher Leiter der vom niederländischen Jürgens-Konzern in Emmerich am Rhein errichteten "Ölwerke Germania"
(heute Uniquema) |
| 29.02.1912 |
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In England (Warrington) erstes Hartfett fabriziert. |
| 12.09.1916 |
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Heirat mit Martha Uflerbäumer aus Herford. |
| 1922-31.11.1924 |
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Gesellschafter und leitender Chemiker der in eine 1924 31.11. Aktiengesellschaft umgewandelten Fabrik "Leprince & Siveke"
in Herford |
| 08.06.1922 |
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Verleihung der Liebig-Denkmünze durch den Verein Deutscher Chemiker. |
| 1924-1927 |
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Berater für Fetthärtungsanlagen auch für ausländische Firmen |
| 29.07.1926 |
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Geburt des Sohnes Wilhelm Normann |
| 1917-1928 |
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Errichtung und Inbetriebsetzung der Fetthärtungsanlage der für Indien arbeitenden Margarinefabrik "SAPA Societe anonyme des
grasses, huiles et produits africaines" in Antwerpen als Technischer Leiter im Auftrag der Belgischen Kolonialgesellschaft. |
| 21.10.1929-31.12.1938 |
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Arbeit als Chemiker in der Firma für Textil-Veredelungsmittel "H.Th.Böhme Aktiengesellschaft, Chemische Fabrik Chemnitz" in
Chemnitz. Chefchemiker: Dr. Heinrich Bertsch. Eingestellt hauptsächlich für die Ausarbeitung neuer Hydrierungsverfahren. Erfolgreiche
Bearbeitung eines neuen Problemes auf dem Gebiet der Hochdruckhydrogenierung von Fettalkoholen zu Fettalkoholsulfonaten. |
| 16.04.1935 |
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Die Firma "H.Th.Böhme" wird vom der Firma Henkel & Cie. übernommen und in die "Böhme Fettchemie GmbH" umgewandelt.
Aus einem Bericht der Böhme Fettchemie GmbH.: "Den entscheidenden Erfolg brachte das Sulfonieren von Fettalkoholen zu
Fettalkoholsulfonaten. Diese besitzen außerordentlich wertvolle Eigenschaften für die Textilveredelung. Die typischen Vertreter
unter den Waschmitteln sind für technische Zwecke die Gardinole, für die Verwendung im Haushalt das Feinwaschmittel "Fewa", zu dem
neuerdings das Geschirrspülmittel "Pril" gekommen ist". |
| 01.01.1939 |
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Beginn des Ruhestandes |
| 21.01.1939 |
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aus einem Brief an seinen Freund Erhard Brand: "Zunächst will ich meine Papiere und Notizen ordnen und sichten und dann will
ich mich literarisch betätigen". Der Ruhestand sollte dienen zur Ausführung und Lösung lang gehegter Pläne und Probleme auf
wissenschaftlichem Gebiet |
| Februar 1939 |
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Beantragung der Verleihung des Ehrendoktors der Naturwissenschaften (Dr.rer.nat.h.c.) durch die Naturwissenschaftliche
Fakultät und den Senat der Universität Münster in Westfalen. Wilhelm Normann starb, bevor die Verleihung offiziell erfolgte. |
| Frühjahr 1939 |
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Verleihung der Ehrenmitgliedschaft der Deutschen Gesellschaft für Fettforschung, Münster (Präsident: Prof.Dr. Hans-Paul Kaufmann). |
| 01.05.1939 |
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Gestorben in Chemnitz nach langer Krankheit im Küchwald-Krankenhaus im Alter von 69 Jahren. |
| 05.05.1939 |
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Beigesetzt auf dem Familiengrab in Herford auf dem Friedhof an der Hermannstraße |